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Urteile: Handy-Vertrag

Urteile: Handy in der Umwelt

Urteile: Anbieter-Pflichten im Mobilfunk

Urteile: Service im Mobilfunk


Busfahrer mit Handy am LenkradZum Thema "Handy-Vertrag" gibt es zwischenzeitlich diverse Gerichtsurteile. Gerade bei der Handy-Nutzung in Verbindung mit dem Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr kommt es immer wieder zu Gerichtsprozessen und es scheint so, als wolle sich der deutsche Kraftfahrer einfach nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, die es mit dem Handy-Verbot am Steuer immerhin schon seit dem Jahre 2001 gibt. Viele Fahrzeugführer wissen scheinbar gar nicht, in welch einer Gefahr sie sich begeben, wenn sie sich vom Handy im Straßenverkehr ablenken lassen. Man ist auch geneigt zu meinen, zwischenzeitlich seien alle möglichen Varianten von Verkehrsverstößen in Zusammenhang mit der Handy-Nutzung geahndet worden, doch immer wieder zeigen sich Vorfälle die schier unglaublich sind. So war beispielsweise kürzlich in den Minden News (06/2010) zu lesen, dass der Polizei Minden-Lübbecke während einer zweistündigen Verkehrskontrolle insgesamt sieben Verkehrssünder ins Netz gegangen sind, die während der Fahrt telefoniert haben. Diese Meldung an sich ist nicht wirklich spektakulär, doch unter den sieben Fahrzeugführern befanden sich gleich zwei Busfahrer von Linienbussen. Besonders unverantwortlich dabei, in einem der Linienbusse befanden sich noch Fahrgäste.

Ich möchte mit dieser Seite keine Rechtsberatung durchführen, sondern lediglich auf bereits ergangene Urteile hinweisen.

Urteil zum Thema

Kleingedrucktes bei Werbung für Handy-Verträge
Bundesgerichtshof (AZ.: I ZR 14/07) - Keine Verfälschung der Handy-Kosten in Werbung erlaubt.

Wechselkunden vom alten Mobilfunk-Anbieter noch kontaktieren
Oberlandesgericht Düsseldorf (AZ.: I-20 U 151/07) - Der Anbieter darf den Kunden kontaktieren, jedoch nicht aktiv umstimmen.

Irreführende Werbeaussagen für Handy-Tarife
Oberlandesgericht Hamburg (AZ.: 5 U 13/07) - Werbeaussagen und Werbeslogan dürfen nicht irreführend sein.

Sonderkündigungsrecht des Handy-Vertrages bei Preiserhöhung
Amtsgericht Charlottenburg (AZ.: 237 C 58/07) - Der Kunde hat ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Kleingedrucktes zu klein gedruckt
Landgericht Bonn (AZ.: 11 O 9/06) Die Geschäftsbedingungen dürfen nicht zu klein gedruck sein.

Branding-Handys - Zusätzliche Menüs ein Mangel
Amtsgericht Potsdam (AZ.: 34 C 563/04) - Branding-Handys mit zusätzlichen Menüs des Mobilfunk-Anbieters können beanstandungsfähige Mängel sein.

Nachträglich berechnete SMS-Kosten
Amtsgericht Dachau (AZ.: 3 C 1275/03) - Der Kunde braucht die geforderte Nachzahlung nicht zu bezahlen.

Widerrufsrecht bei telefonischer Bestellung eines Handys
Oberlandesgericht Schleswig (AZ.: III ZR 380/03) - Widerrufsrecht ist gestattet.

Tarif-Preisbestandteile in Kombination mit einem Vertrags-Handy
Bundesgerichtshof (AZ.: I ZR 252/02) - Tarif-Preisbestandteile in Kombination mit einem Vertrags-Handy müssen für den Kunden sichtbar sein.

Aufkündigung des Handy-Vertrages wegen häufiger Funklöcher
Amtsgericht Leipzig (AZ.: 9 C 12621/02) - Der Kunde hat das Recht, seinen Handy-Vertrag fristlos aufzukündigen.

Sperrung des Mobilfunk-Anschlusses bei Zahlungsverzug des Mobilfunkkunden
Landgericht Schleswig Holstein (AZ.: 10 O 91/08) und Oberlandesgericht Schleswig (AZ.: 6 U 41/08) - Die Sperrung des Anschlusses ist danach unzulässig.

Kündigung des Handy-Vertrages bei einem defekten Handy
Amtsgericht Düsseldorf (AZ.: 34 C 3564/00) - Die Kündigung des kompletten Handy-Vertrages ist danach zulässig.

Kündigung des Handy-Vertrages wegen unzureichender Netzabdeckung
Amtsgericht Düsseldorf (AZ.: 39 C 8762/98) - Die Kündigung des kompletten Handy-Vertrages ist danach nicht zulässig.

Kündigung des Handy-Vertrages wegen Mängel in der Abrechnung der Handy-Kosten
Amtsgericht Frankfurt/Oder (AZ.: 2 C 307/00) - Die Kündigung des kompletten Handy-Vertrages ist danach zulässig.

Sperrung des Mobilfunkanschlusses wegen irrtümlicher Nutzung von Mehrwertnummern
Landgericht Lüneburg (AZ.: 3 O 256/03) - Die Sperrung des Anschlusses ist danach rechtswidrig.

Deaktivierungsgebühr bei Auflösung von Handy-Verträgen
Bundesgerichtshof (AZ.: III ZR 199/01) - Eine Deaktivierungsgebühr ist nicht zulässig.





     
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