Tip-Handykauf:

 

Tipps-Handykauf - welcher Tarif ist wann sinnvoll


Obwohl das Telefonieren mit dem Handy heute relativ preiswert geworden ist, sind die Mobilfunk-Gespräche im Vergleich zu Festnetzgespräche immer noch relativ teuer. Bei Mobilfunk-Prepaid-Karten beispielsweise liegen die Preise teilweise schon bei 7 Cent/Minute (Stand 05/2010). Das klingt wenig und das ist auch wenig (im Vergleich zu einigen Jahren) ist aber dennoch im Vergleich zu Festnetzgesprächen (zwischen 1 und 3 Cent/Minute) relativ teuer.

Sofern Sie heute etwas flexibel sind, können Sie bei Handy-Telefonaten unter Umständen sehr viel Geld sparen. Flexibilität heißt, Sie müssten sich in regelmäßigen Abständen über die Mobilfunk-Angebote informieren und unter Umständen auch eine andere SIM-Karte oder sogar einen anderen Mobilfunk-Tarif wählen.

Im Zeitalter der Mobilfunk-Prepaid-Karten ist das Wechseln zwischen verschiedenen Angeboten und auch Mobilfunk-Providern relativ einfach geworden. Auch den Überblick über die Preise wird Ihnen bei sehr vielen Providern relativ einfach gemacht, denn heute dominieren die so genannten Einheitstarife, also alle Gespräche sind in alle Netze gleich teuer bzw. billig.

In den Standard-Prepaid-Angeboten telefonieren Sie heute (Stand 05/2010) zum Preis von 9 Cent pro Minute, und zwar in alle deutschen Netze (also Festnetz und Mobilfunknetze). Schauen Sie sich unter den Mobilfunk-Prepaid-Discountern aber weiter um, so finden Sie auch Angebote zum Preis von 8 oder auch 7 Cent/Minute. Doch Achtung: Nicht alle Prepaid-Tarife sind gleich günstig, wenn die Minuten-Preise um einen oder zwei Cent pro Minute geringer sind. Achten Sie bei diesen Angeboten vor allem darauf, in welchen Zeittakten die Gespräche abgerechnet werden. Es kann durchaus sein, dass Sie einen 9-Cent-Tarif haben der Sekundengenau abgerechnet wird und einen 7-Cent-Tarif haben, der Minutenbasiert abgerechnet wird. Sie sehen hier keinen Unterschied: Nun bei Minutenbasierter Abrechnung wird jede angefangene Gesprächsminute grundsätzlich mit dem vollen Preis abgerechnet, während eine Sekundengenaue Abrechnung halt nur den 60-sten Anteil am Minutenpreis in Rechnung stellt. Bei der Masse der Telefonate können Sie bei Minutenbasierter Abrechnung sehr schnell mehr bezahlen, selbst wenn Sie einen 7-Cent-Tarif nutzen.

Bei den Mobilfunk-Prepaid-Karten sollten Sie auch darauf achten, zu welchen Preisen die Kurzmitteilungen abgerechnet werden, denn die sind zumeist um einige Cent höher. Wenn Sie also viele Kurzmitteilungen versenden kann es sich lohnen, einen anderen Tarif mit (unter Umständen) höheren Gesprächspreisen zu wählen und dafür sind dann die SMS-Kosten geringer.

Lassen Sie sich von den Mobilfunk-Anbietern nach Möglichkeit auch nicht mit einem kostengünstigen Handy locken. Vergleichbare Handys können Sie über eBay zum gleichen Preis ersteigern und in diesen Handys können Sie dann alle SIM-Karten nutzen, die Sie besitzen. Die von den Mobilfunk-Anbietern angebotenen 1-Euro-Handys (oder auch 20-Euro-Handys) ist die so genannte SIM-LOCK-Sperre aktiviert. Das heißt, sie können das Handy nur in Kombination mit der ausgegebenen SIM-Karte nutzen und die Minuten- und SMS-Preise sind in diesen Bundle-Paketen zumeist erheblich höher als wenn Sie eine einzelnen Prepaid-Karte ohne Handy kaufen.

Mobilfunk-Tarife mit Laufzeitverträgen müssen heute nicht mehr sein. Zwar bekommen Sie bei diesen Bundle-Paketen ein subventioniertes Handy zum symbolischen Preis von einem Euro, doch sind Sie dann mindestens 24 Monate an den Mobilfunk-Provider gebunden. Sie bezahlen nicht nur eine monatliche Grundgebühr, Sie bezahlen zumeist auch einen relativ hohen Preis für Gespräche und für Kurzmitteilungen. Sparen Sie lieber einige Monate das Geld für ein neuwertiges Handy zusammen und ersteigern dann ein entsprechendes Gerät über eBay. So bleiben Sie flexibel und nehmen jede Preisreduzierung in den kommenden 24 Monaten mit.

Sofern Sie trotz Prepaid-Tarife relativ viel telefonieren, können Sie unter Umständen Ihre Kosten noch weiter reduzieren, und zwar dann, wenn Sie sich beispielsweise für eine Voll-Flatrate entscheiden. Derartige Voll-Flatrates werden heute (Stand 05/2010) zum Preis um 50,00 Euro monatlich angeboten. Noch besser sind Angebote mit einer so genannten Kosten-Grenze von 49, 51 oder 55 Euro. Hierbei telefonieren Sie zum Minutenpreis von 15 Cent und auch die Kurzmitteilungen werden zu diesem Preis abgerechnet, doch ab einer Kostengrenze von (beispielsweise) 49 Euro sind sämtliche Gespräche bis zum Ende des jeweiligen Monats gratis. Das Gute bei einer derartigen Vertragsvariante ist, Sie gehen einerseits keinen Laufzeitvertrag ein, bezahlen keine monatliche Grundgebühr und Sie sparen dann Geld, wenn Sie nicht telefonieren können (beispielsweise bei Krankheit).

Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, wenn Sie mehrere SIM-Karten nutzen. So gibt es beispielsweise sehr günstige Handy-Flatrates für Gespräche ins deutsche Festnetz. Dann gibt es sehr günstige Prepaid-Karten für Gespräche in alle deutschen Mobilfunknetze und andere Prepaid-Karten für sehr günstige Kurzmitteilungen. Eine pauschale Empfehlung kann hier nicht gegeben werden, die Angebote richten sich immer nach dem individuellen Nutzerverhalten.

Ganz besonders sollten Sie auf die so genannten Roaming-Gebühren achten. Das Wort "Roaming" kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet in etwa so viel wie "wandern oder umherschweifen". Roaming-Gebühren fallen immer dann an, wenn Sie Gespräche führen, die durch andere Mobilfunk-Netze geleitet werden müssen, die nicht zu Ihrer SIM-Karte gehören. Wenn Sie beispielsweise mit Ihrer D1-SIM-Karte einen Teilnehmer im E1-Netz anrufen möchten, so müssen Ihre Gespräche letztlich durch das E1-Netz geleitet werden. Hier fallen nationale Roaming-Gebühren die allerdings nicht gemeint sind und die preislich auch nicht ins Gewicht fallen. Roaming-Gebühren sind immer dann kritisch, wenn Sie vom Ausland aus anrufen oder im Ausland angerufen werden. Dann nämlich müssen die Gespräche durch ausländische Netze geleitet werden und das kann unter Umständen sehr teuer werden.

Ausländische Roaming-Gebühren können auch dann anfallen, wenn Sie sich in Deutschland befinden und nicht einmal ans Ausland denken und eigentlich auch gar kein Auslandsgespräch führen. Dies kann dann geschehen, wenn Sie in Grenznähe zu einem unserer Nachbarn aufhalten oder gar wohnen und sich das Handy über das ausländische Mobilfunknetz zum Empfänger wählen.

In solchen Fällen empfiehlt sich, die ausländischen Netze zu sperren (lesen Sie hierzu den Beitrag Handytricks - Die streng geheimen Handy-Codes).

Wenn Sie öfter ins Ausland fahren oder sich dort aufhalten oder oft vom und ins Ausland telefonieren, dann sollten Sie Ihren Mobilfunktarif dahingehend überprüfen, ob sich die Roaming-Gebühren gegen einen geringen monatlichen Aufpreis reduzieren lassen. Oft bieten die Mobilfunk-Anbieter derartige Optionen an.

Die Frage, ob Sie im Ausland Ihr Handy überhaupt benutzen können, stellt sich eigentlich nur in Amerika. So gut wie überall wird der so genannte GSM-Mobilfunk-Standard genutzt; in Deutschland und in Europa in den Frequenzen 900, 1800 und 1900 MHz, in den USA in den Bereichen 1900 und 850 MHz. Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Ihr Handy die jeweiligen Frequenzen unterstützt, dann sollten Sie sich ein Triband-Handy (900, 1800 und 1900 MHz) oder ein Quadband-Handy (alle vier Frequenzen) zulegen.

Am günstigsten telefonieren Sie im Ausland und zum Ausland, wenn Sie sich einen Mobilfunk-Prepaid-Discounter aussuchen, die ganz spezielle Roaming-Tarife für Auslandsgespräche anbietet. Anbieter hierfür gibt es genug, wie beispielsweise www.sunsim.de , www.solomo.de , www.tourist-mobile.com oder auch www.ayyildiz.de . Es kann sich aber auch lohnen, sich bei den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern umzusehen gerade dann, wenn Sie dort sowieso Vertragskunde sind. So bietet Vodafone beispielsweise bereits seit Jahren ein so genanntes "Reise-Versprechen" mit günstigen Konditionen während der Urlaubsreise. Die Deutsche Telekom (T-Mobile) bietet eine "SmartTraveller-Option", die E-Plus-Tocher "BASE" hat ein "Reisevorteil" als Roaming-Option und 02-Germany das Angebot "My Europe Top" (Stand 05/2010).

Microfaser ReinigungstuchEin hilfreicher Tipp beim Handykauf:
Edel sehen sie aus, die meisten Handys mit einem großen Display und einer Hochglanz-Handyschale. Gerade aber bei den dunkelfarbigen Handys zeigen sich sofort hässliche Fingerabdrücke sowohl auf den Gehäusen als auch auf den Displays. Wenn Sie sich gleich beim Kauf ein Mikrofaser-Reinigungstuch (Material und Konsistenz wie man es auch von glatte Mikrofaser Bettwäsche kennt) besorgen und diese als "Schutzhülle" falten, dann haben Sie bei jedem Gebrauch ein blitzsauberes Handy. Derartige Tücher kosten zwischen fünf und zehn Euro und sind quasi unverwüstlich.

Und noch ein Tipp: "In welchem Mobilfunknetz telefonieren die meisten Freunde und Verwandte und finde ich soetwas auch bei den DSL Infos?" Blöde Frage sollte man meinen, doch die namhaftesten DSL-Provider bieten im Rahmen ihrer Komplett-Pakete auch Mobilfunk-Tarife und speziell Handy-Flatrates an.




     
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